Welpen im Training bei Ka-Dogs

Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von klassischen "Welpenspielgruppen" bin, deshalb möchte ich hier mal darstellen, warum und was für mich wichtig ist beim Welpentraining und vor allem, wie es bei Ka-Dogs durchgeführt wird, damit es auch für die interessant werden könnte, die nur zum "Spielen" Gruppen suchen...

 

 

 

1. Was ist Spiel bei Hunden bzw. was macht der Mensch daraus ?

 

Das Spiel bei Hunden ist gekennzeichnet von gegenseitigen Spielaufforderungen ( eigentlich eher Kommunikation untereinander, der Mensch macht daraus eher "Spiel", weil es scheinbar freundlich abläuft), gegenseitigen Aktionen, die nicht verängstigen oder bedrängen und zum Weitermachen einladen. Das ist oft aus meinen Beobachtungen heraus aufgrund von unterschiedlichen Temperamenten und Bedürfnissen eher weniger der Fall. Wirkliches Spiel ist für mich auch eine Frage des Vertrauens bei Hunden, da man sich gut kennt und einschätzen kann. Somit bin ich immer recht skeptisch bei spontanen Treffen sich nicht bekannter Hunde. Man wird oft vorher gefragt, "ist dein Hund sozialverträglich" mhm..sehr schwierig zu beantworten..es sollte wohl eher die Frage an den Halter gehen, ob er in der Lage ist, sein Hund jederzeit beschützen und vor unschönen, oft langfristig schädigenden Erfahrungen wie Mobbing zu bewahren. Denn woher soll ich ohne Kenntnis über den "neuen " anderen Hund als Halter oder Trainer wissen, wie die Kommunikation abläuft oder dann evtl. sogar ein freundschaftliches Spiel ? D.h. erkennt der Halter , wann sein Hund in brenzligen Situationen ist ? Das ist leider oft zu verneinen...oft wird Hetzen von Hunden, wo der Gehetzte fast zusammenbricht (runder Rücken, Ohren nach hinten angelegt, Schwanz tief unterm Bauch...) als Jagdspiel bezeichnet..nein andere Hunde einschüchtern, verängstigen ist kein Spiel..egal ob durch den eigenen oder durch fremde Hunde... oft beginnt es schon beim Welpen, entweder als Opfer oder als Täter...meist in Spielgruppen nicht erkannt und dadurch verstärkend für das Verhalten...und nein, da muss keiner durch....Da wäre an vielen Stellen Beratung vor Ort oft sinnvoll, was im Welpentraining schon der Fall ist, auf der bunten Wiese außerhalb eher weniger... aber auch hier sollte Spiel sehr wohl ausgewählt sein und kein wildes Getobe, auch wenn das viele Halter begeistert... aber ich frage mich immer, was soll der Welpe beim Toben mit gleichalten ebenfalls untrainierten Welpen lernen ? Das Mobben oder Gemobbt werden ?? Mit negativen Verknüpfungen für Folgemonaten-und jahre ?

 

2. Wie kann es anders laufen, was zeichnet eine gute Welpengruppe aus ?

 

Welpentraining kann einzeln und auch in der Gruppe erfolgen (max.6 Hunde ). Was ist für mich dabei wichtig ? Bei Welpen geht es um positive Erfahrungen, die sie im Alltag und ihrer Lebensumgebung sammeln sollten, von winzig an. D.h. das fängt bei mir auch beim Züchter an, wie werden die Welpen dort auf ihre Leben vorbereitet ? Und wie stellt sich der Besitzer das Leben mit dem Welpen und Junghund vor ? Oft sind hier die Ansichten sehr unterschiedlich..es wird oft viel Wert auf "Gehorsam" gelegt..ein "Sitz" und "Platz" ist oft wichtiger als das Belohnen von gutem Alltagsverhalten...leider sehr schade...sicher ist es auch schwieriger zu erkennen, was richtiges Verhalten ist als ein richtiges "Sitz" oder "Platz" zu beurteilen.

Bei Ka-Dogs ist es gekennzeichnet von Üben von Alltagssituationen an unterschiedlichen Standorten im Alltag der Halter, von Bestätigen von freundlichem Verhalten, Kennlernen von unterschiedlichen Menschen, Tieren, Geräuschen. Untergründen, art-und altersgerechten Beschäftigungsmöglichkeiten und ganz "nebenbei" auch von Bindungsarbeit....das für mich A und O im Hund-Mensch-Alltag und die Basis von allem was folgen soll. Selbstverständlich werden auch Sozialkontakte geübt, das freundliche Miteinander mit erwachsenen welpenerprobten Hunden und auch untereinander, wenn es passt, ohne dass ein Welpe mit negativen Erfahrungen aus dem Training geht. Selbstverständlich ist auch der Zeitrahmen und das Beachten von Pausen wichtig, wenn man bedenkt , dass so ein Murkelchen schon mit neuen Umgebungen und anderen Hunden/Menschen/Tieren angestrengt wird, weil alles neu und unbekannt ist. Was nutzt einem Halter ein völlig überdrehter und überforderter Welpe ? Also ist auch die Balance von Förderung und Entspannung und das Lernen von Sich-entspannen-können ein Thema beim Welpentraining. Selbstverständlich werden auch Fragen und Anregungen aufgenommen und nach Machbarkeit im Sinne aller Teilnehmer/innen umgesetzt. Das klassische Spielen / Toben wird man bei mir eher am Rand beobachten können, sei denn man schaut sich gemeinsam das Miteinader ausgewählter passender Hunde an und übt den Abruf, der gerade bei Hundekontakten die Königsklasse des Trainings ist und leider bis ins hohe Hundehalter für die meisten Hundehalter ein Dauerthema, weil als Welpe versäumt oder nicht beachtet... 

 

Ihr seht und lest...Welpentraining ist mehr als Spielen und Toben...und sollte es auch sein. Denn möchte man selbst Geld bezahlen, um den Hund vermeintlich "toben und spielen" zu sehen , ohne selbst als Halter aktiv zu werden ? Ist es nicht wichtiger für das Miteinander, das gemeinsame Teamwerden zu üben, um dort Vertrauen und Bindung aufzubauen, damit ich als Halter der Fels in der Brandung für meinen Hund in jeder Lebenslage bin ? 


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Brut-und Setzzeit in Brandenburg

Die Brut und Setzzeit hat bereits begonnen vom 01.März bis zum 15.Juli bedeutet dies für uns und unsere Hunde: Leinenzwang.

 

Bei Zuwiderhandlung kann eine Geldbuße in Höhe von 5000€ und mehr erfolgen. Die strengste Gesetzeslage herrscht in Brandenburg,Sachsen-Anhalt sowie im Saarland.
Hier gilt Tötungsrecht bereits, wenn der Hund sich nicht im Einwirkungsbereich des Hundeführers befindet.
Leider gibt es keine einheitliche Regelung zum Einwirkungsbereich, gerade für Hunde, die mit Schleppleinen ausgeführt werden, würde ich sicherheitshalber nicht mehr als 5-8 Meter Leinen verwenden und am Besten welche in einer Signalfarbe, so dass man auch vom weiten erkennen kann, dass der Hund angeleint ist.

Meine persönliche Meinung ist ganz klar: Pro Natur.
Genügend Wildtiere lassen ihr Leben auf Straßen oder sterben durch landwirtschaftliche Maschinen. Zuletzt darf die Jagd nicht vergessen werden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir lediglich "Gast" sind und uns auch so verhalten sollten und das natürlich das gesamte Jahr über. Auch jeder noch so abrufsichere Hund kann getreu seiner Natur-anders reagieren als gewünscht. Ein Tier bleibt in seinem Element immer ein Tier.


In Brandenburgs Wäldern herrscht im übrigen das ganze Jahr über Leinenzwang.

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Wichtiges für Hundehalter/innen in Brandenburg

Da es oft rechtliche Wissenslücken bei Hundehaltung gibt, denke ich, sollten gerade Hundetrainer/innen aufklären über die rechtlichen Rahmenbedingungen, in denen man sich als Hundemensch bewegt.

 

Folgende Rechtsgebiete sind für Hundehalter/innen u.a. interessant:

- Hundehalteverordnung Brandenburg

- Jagdschutzgesetz (BdgJagdG) (z.B. Brut-und Setzzeit, Nichtjagen/-hetzen von Tieren aller Art)

- Tierschutzgesetz (z.B. Vorgaben zur Haltung und zum Training von Hunden)

- Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz (HundVerbrEinfG) (z.B. Einfuhrbestimmungen bei Auslandshunden)

 

Zum Thema Listenhunde (Link zu einer interessanten Seite, die alle Verordnungen dazu bundesweit zusammenfasst) sei an dieser Stelle erwähnt, dass es aus meiner Sicht eher die Halter sind, die den Hund zu einem "gefährlichen" Lebewesen machen, unabhängig der Rasse. Gefährlich insofern, dass sie durch falsche Haltung und Führung Körpersprache und Bedürfnisse eines Hundes völlig ignorieren und ihn damit zur Gefahr für seine Umwelt machen.

Auch bei Beißvorfällen, egal welche Rassen darin verwickelt sind, sollte immer der Auslöser zur Analyse im Auge behalten werden, die Beißerei ist das Ergebnis einer für den Hund ausweglosen Situation. Als Halter ist man in der Pflicht, durch Management und viel Training dem Hund Alternativen beizubringen, aus für ihn bedrohlichen Situationen herauszugelangen. Spätestens dort beginnt dann die Arbeit mit dem Hundetrainer Ihrer Wahl. Sinnvollerweise beginnt die Erziehung bereits beim Züchter im Rahmen der Sozialisierungsphase und dann weiter nach der Auswahl des Welpen in einer gutgeführten Welpengruppe oder auch im  Welpeneinzeltraining, in welchem Welpe und Halter gemeinsam Umwelterkundungen machen, Sozialkontakte mit Menschen und Tieren aller Art/Größe haben und auch erste Erziehungsschritte gehen, die dann im Laufe der Junghund-und Erwachsenenentwicklungen kontinuierlich weitergeführt werden.  Jeder Hundehalter sollte sich darüber im Klaren sein, dass Erziehung-und Bindungsarbeit ein lebenslanger Prozess ist und ständig aktualisiert werden muss, damit es "funktioniert". Dabei sollte der Hund nicht als "Sportgerät" oder Experimentierfeld menschlicher Dominanztheorien herhalten.

 

Ich unterhalte mich gern dazu mit Ihnen, rufen Sie mich an !

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